#Krankenhausreform 2026: Was die Neuordnung für Kliniken und den ärztlichen Personalmarkt bedeutet

#Berlin, 17. August 2026

Mit dem #Krankenhausreformanpassungsgesetz (#KHAG) hat der Gesetzgeber die Ende 2024 gestartete #Strukturreform des stationären Sektors im Frühjahr 2026 nachjustiert. Für #Kliniken, #Fachabteilungen und ganze Standorte verstärkt die Reform einen bereits laufenden Umbruch – mit spürbaren Folgen für den ärztlichen Personalmarkt, die die Berliner Ärztevermittlung Find Your Expert bereits deutlich spürt. Wo Abteilungen zusammengelegt, verlagert oder geschlossen werden, entsteht Bewegung bei den Fachkräften – und diese Bewegung beginnt oft, bevor eine Strukturentscheidung offiziell verkündet ist.

Nach internen Marktbeobachtungen von »Find Your Expert« ist die Zahl vertraulicher Wechselanfragen von Ärztinnen und Ärzten aus strukturell betroffenen Krankenhäusern im Vergleich zu den vier vorangegangenen Monaten um knapp 20 Prozent gestiegen. Gleichzeitig berichten zahlreiche Klinikkunden von einer deutlich früher einsetzenden Personalplanung als in den Vorjahren.

»#Strukturreformen sind immer auch #Personalreformen«, sagt Dirk Bachmann, Geschäftsführer von »Find Your Expert«. »Sobald ein Haus nicht mehr sicher ist, welche Leistungsgruppen es künftig behält, fangen erfahrene Ärzte an, sich umzuschauen. Wer als Einrichtung erst reagiert, wenn die Planungsbehörde entschieden hat, rekrutiert im schwierigsten aller Momente. Wir erleben zunehmend, dass Chefärzte und Oberärzte bereits Monate vor offiziellen Strukturentscheidungen das Gespräch mit uns suchen. Diese Entwicklung war in dieser Form vor wenigen Jahren noch nicht zu beobachten.«

Was das KHAG geändert hat

Das seit Anfang 2025 geltende #Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) ersetzte die Steuerung über Fachabteilungen durch bundeseinheitliche Leistungsgruppen, an die Qualitätskriterien und die künftige Vorhaltevergütung geknüpft sind. Mit dem KHAG, das der Bundesrat am 27. März 2026 verabschiedete, wurde die Zahl der Leistungsgruppen von 65 auf 61 reduziert, die Ausnahmemöglichkeiten für die Länder erweitert und der Zeitplan gestreckt – die Vorhaltefinanzierung erreicht ihre volle Wirksamkeit erst 2030. Die Grundlogik der Konzentration auf spezialisierte Standorte bleibt bestehen, wird aber flexibler ausgestaltet: Fallzahlen spielen bei der Auswahl konkurrierender Häuser eine wichtige Rolle, sind aber nicht das alleinige Kriterium.

Wo die Veränderungen am größten sind

Am stärksten betroffen sind kleinere Häuser der #Grundversorgung und #Regelversorgung. Wichtig für die Einordnung: Die #Reform trifft vielerorts auf bereits bestehende strukturelle Probleme – Personalmangel und wirtschaftlichen Druck – und verstärkt diese teilweise, statt sie allein auszulösen. Besonders sichtbar ist das in der Geburtshilfe, wo bundesweit Kreißsäle geschlossen oder verlagert wurden, etwa im Juli 2026 am St. Josefs Krankenhaus in Potsdam. Auch ganze Häuser werden zusammengeführt – so überführte das Theresienkrankenhaus Mannheim seine stationäre Versorgung zum 1. Juli 2026 in ein Partnerhaus, und die Oberhavel Kliniken konzentrieren ihre stationäre Versorgung an einem Neubau in #Oranienburg. Neben der Geburtshilfe geraten vor allem die Kinder und Jugendmedizin sowie kleinere chirurgische und neurologische Abteilungen unter Druck, bei denen Mindestfallzahlen eine Hürde darstellen.

Dabei wirkt die Reform nicht überall gleich: Nordrhein Westfalen ist aufgrund seines eigenen Krankenhausplanungsmodells nicht grundsätzlich ausgenommen, es gelten jedoch Übergangsregelungen, die einzelne Bestandteile der Bundesreform zeitlich verschoben oder abweichend greifen lassen. Der Reformdruck und damit die Wechselbewegung am Personalmarkt setzen also je nach Bundesland unterschiedlich früh und unterschiedlich hart ein. Hinzu kommt der wirtschaftliche Druck durch das geplante GKV Beitragssatzstabilisierungsgesetz, dessen Einsparungen in der Gesetzlichen #Krankenversicherung zu einem erheblichen Teil auch den Krankenhausbereich betreffen.

Was das für den Personalmarkt bedeutet

»Für unsere Auftraggeber ist die Reform vor allem eine Frage des Timings«, so Bachmann. »Ein Haus, das eine Leistungsgruppe gewinnt, muss die zugehörige Fachkompetenz sichern, oft kurzfristig. Ein Haus, das eine Abteilung verliert, muss qualifizierte Mitarbeiter halten oder fair in neue Strukturen überführen. In beiden Fällen entscheidet die Geschwindigkeit, mit der man auf den Personalmarkt zugeht.«

Nach Beobachtung von »Find Your Expert« hat sich die durchschnittliche Besetzungsdauer in den betroffenen Fachgebieten gegenüber dem Vorjahr von durchschnittlich 96 auf 145 Tage verlängert. Gleichzeitig steigt die Zahl der Initiativbewerbungen aus Häusern, die sich aktuell in strukturellen Veränderungsprozessen befinden um knapp 15 Prozent.

»Find Your Expert« empfiehlt Kliniken, MVZs und Praxen, Personalplanung und Strukturstrategie enger zu verzahnen und frühzeitig auf Direktansprache zu setzen. Für #Ärzte an betroffenen Standorten eröffnet die Konzentration zugleich Chancen: An den planerisch begünstigten Häusern entstehen neue Positionen, häufig mit höheren Fallzahlen und stärker spezialisierten Aufgabenprofilen.

»Die Krankenhausreform verändert nicht nur Versorgungsstrukturen, sondern auch den Wettbewerb um ärztliche Fachkräfte. Kliniken, die ihre Personalstrategie frühzeitig anpassen, werden sich in den kommenden Jahren einen deutlichen Vorteil im Recruiting verschaffen«, so Bachmann.

Weiterführende Insights finden Interessierte im #Blog von »Find Your Expert«. Wechselwillige Fachkräfte sowie suchende Einrichtungen können aktuelle Vakanzen im #Stellenportal von »Find Your Expert« einsehen.

Über »Find Your Expert«

Die »Finy Your Expert – Medical Recruiting« GmbH mit Sitz in Berlin ist seit 2012 auf die #Personalvermittlung im #Gesundheitswesen spezialisiert. Das Unternehmen vermittelt #Ärzte aller Fachrichtungen, #Psychologen, Psychologische Psychotherapeuten, #Pflegedienstleitungen sowie #Verwaltungspersonal und #Managementpersonal an #Kliniken, #Krankenhäuser, Medizinische Versorgungszentren und #Praxen in #Deutschland, #Österreich und der #Schweiz. Neben der Direktansprache qualifizierter Kandidaten bietet das hauseigene Stellenportal für medizinische Fachkräfte eine Plattform für aktuelle Positionen. Mehr 🔗 …

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