»#Steinreich«: #Sonderausstellung zeigt Salzufler Gebäude und ihre Geschichten in der Wandelhalle – vertiefende Vortragsreihe im #Kurhaus
Bad Salzuflen, 13. August 2026
Das Stadtbild von Bad Salzuflen ist geprägt von historischen Bauten, architektonischen Besonderheiten und verborgenen Zeitzeugnissen. Mit »Steinreich. Salzufler Gebäude und ihre Geschichten« widmet das #Stadtarchiv Bad Salzuflen diesem baukulturellen Erbe eine neue Sonderausstellung in der Wandelhalle. Im Mittelpunkt stehen zehn ausgewählte Gebäude und die Geschichten der Menschen, die sie einst bewohnten und prägten. Die Schau schlägt eine Brücke von denkmalgeschützten Wahrzeichen bis hin zu verlorenen Schätzen der Stadt und hinterfragt zugleich die Lebensrealität im heutigen #Denkmal.
#Baukultur zwischen #Tradition, #Erinnerungskultur und #Wandel
Die Ausstellung führt Besucher durch ganz unterschiedliche Kapitel der Salzufler #Stadtgeschichte. Zu den gezeigten Objekten gehören prägende Wahrzeichen wie die #Paulinenquelle auf dem #Salzhof, deren brunnenbaulicher Überbau auf den Siegerentwurf des Architekten Gustav Reitner zurückgeht, sowie die historische Brandes’sche Apotheke am Markt, deren veränderte Außenfassade im Vorher Nachher Vergleich beleuchtet wird. Auch das Haus Hasse, das heute als evangelisch reformiertes #Gemeindezentrum dient, stellt ein Element dar. Hier zeichnet die Ausstellung das Porträt der Familie Hasse nach und präsentiert besondere Exponate – darunter einen Bilderrahmen, den der Salzufler Tischler Ralf Romanik aus Original Holzbalken des Hauses gefertigt hat.
Sagen. Schicksale und verschwundene Schätze
Neben den sichtbaren Denkmälern widmet sich die Schau auch eindringlichen historischen Schicksalen und verlorenen Schätzen. Das Haus Obermeyer in der Langen Straße 41 erinnert an die Verfolgung der gleichnamigen Familie; gezeigt werden unter anderem historische #Eisenwaren aus Salzufler Denkmälern. Die Tradition des lokalen Buchhandels wird am Beispiel der Buchhändlerfamilie Maschke in der Osterstraße 48 lebendig. Sagenumwoben präsentiert sich die Geschichte des Schennershagen 9 mit Bezügen zu Anna Wange und der historischen #Hexenverfolgung sowie der abgerissene Schliepsteiner Turm, der mit der bekannten Schliepsteiner Sage um ein verirrtes Geschwisterpaar und das traditionelle Neun Uhr Abendläuten verknüpft ist. Umstrittene Kapitel der jüngeren Stadtgeschichte kommen ebenfalls zur Sprache: Das Schicksal der abgerissenen Villa Strunk in der Wenkenstraße 43 dokumentiert die damaligen Bürgerproteste. Wie denkmalgerechte Sanierung heute gelingt, zeigen schließlich die Beispiele Am Herforder Tor 9 und Schennershagen 11, bei denen die Motivation der Eigentümer sowie gelungene Transformationen im Mittelpunkt stehen.
Begleitende Vortragsreihe im Kurhaus Bad Salzuflen
Um die Themen der Ausstellung wissenschaftlich und vertiefend zu beleuchten, veranstaltet das Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit dem #Heimatverein und #Verschönerungsverein ab Ende September 2026 eine begleitende Vortragsreihe. Die Vorträge finden jeweils dienstags um 18 Uhr im Kurhaus Bad Salzuflen (Raum Loose) statt. Der Auftakt erfolgt am 22. September 2026 mit Dr. Heinrich Stiewe, der über die denkmalgerechte Restaurierung eines Fachwerkanwesens aus dem Jahr 1664 im benachbarten Blomberg berichtet. Am 29. September 2026 beleuchtet Inga Bernhard die Hintergründe zum Abbruch der Villa Strunk, bevor Georg Heil am 6. Oktober 2026 neue und überraschende Erkenntnisse zum #Salzwerk Salzuflen vorstellt. Dr. Stefan Wiesekopsieker widmet sich am 13. Oktober 2026 den verloren gegangenen Schätzen des Stadtbilds. Den Abschluss der Reihe bildet am 20. Oktober 2026 Dr. Manuela Kramp mit einer Einordnung der Ereignisse 5 Jahre nach der #Flutkatastrophe an #Ahr und #Erft.
Besuchsinformationen und Service
Die Sonderausstellung »Steinreich. Salzufler Gebäude und ihre Stadtgeschichten« ist noch bis zum 25. Oktober 2026 täglich in der Zeit von 9 bis 18 Uhr in der Wandelhalle Bad Salzuflen zu besichtigen. Der Eintritt zur Ausstellung sowie zu allen Vorträgen der Begleitreihe im Kurhaus ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung für die Vorträge ist nicht erforderlich.
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