Neue Veranstaltungsreihe verbindet #Kunst, #Philosophie und ästhetische #Erfahrung in #Mannheim
#Mannheim, 2. Juli 2026
Am 10. Juli 2026 geht die Reihe »Neue Narrative« in die 2. Runde. Ein Experiment zwischen Philosophie, Kunst und gelebter Begegnung.
Was geschieht, wenn philosophische Fragen nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam erfahrbar gemacht werden? Wenn Kunst nicht nur ausgestellt, sondern zum Gegenüber wird – und aus gemeinsamer Erfahrung etwas Neues entsteht? Mit Neue Narrative entwickelt die Mannheimer Philosophin Sofia Disson einen experimentellen #Denkraum und #Erfahrungsraum an der Schnittstelle von Philosophie, Kunst und Öffentlichem Raum. Die Reihe ist Teil des künstlerischen Forschungsprojekts »Urban Art Philosophy« und untersucht, wie philosophische Fragestellungen nicht nur begrifflich, sondern auch räumlich, ästhetisch und gemeinschaftlich erfahrbar werden können.
Ausgangspunkt des Projekts ist die These, dass unser Verhältnis zu existenziellen Themen wie #Körper, #Raum und #Zeit, #Erinnerung, #Identität, oder #Freiheit und #Verantwortung nicht allein durch Argumente geprägt wird. Bevor wir urteilen, bewegen wir uns bereits innerhalb bestimmter Bilder, Erzählungen und Formen der Wahrnehmung. »Urban Art Philosophy« interessiert sich für genau diesen Bereich: den Raum zwischen Denken und Erleben.
Im Unterschied zu klassischen Bildungsformaten oder Kulturformaten steht dabei nicht die Vermittlung von #Wissen im Vordergrund, sondern das Experiment selbst. Jede Veranstaltung bildet einen offenen Prozess, dessen Verlauf und Ergebnisse nicht im Voraus feststehen. Kunstwerke, Gespräche, Wahrnehmungen und Begegnungen werden zu Bestandteilen eines gemeinsamen Versuchs: der Frage, was geschieht, wenn Denken nicht nur besprochen, sondern gemeinsam vollzogen wird.
Im Zentrum stehen ausgewählte Arbeiten des Künstlers Georg Münchbach, dessen Werk sich an der Schnittstelle von #Kunst, #Mythos und philosophischer Fragestellung bewegt. Die Arbeiten fungieren dabei nicht als Illustrationen philosophischer Inhalte, sondern als eigenständige Gegenüber innerhalb des Prozesses.
Die Reihe umfasst vier Abende zu grundlegenden Themen menschlicher Existenz. Der erste Abend im April diesen Jahres widmete sich der Skulptur Die Gruppe. Die Teilnehmer näherten sich dem Werk nicht nur betrachtend, sondern auch körperlich. Gemeinsam, im Dialog und auch in stiller Einkehr für sich. Sie beschrieben die Skulptur nicht nur im verbalen Sinne, sondern stellten sie gemeinsam nach und untersuchten, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn sich die Bedingungen ihrer Entstehung verändern.
Dabei wurde eine Beobachtung sichtbar, die für das gesamte Projekt zentral geworden ist: Nicht nur unsere Antworten unterscheiden sich. Oft unterscheiden sich bereits die Voraussetzungen, von denen aus wir wahrnehmen und urteilen. Die während der Abende entstehenden Stimmen, Bilder und Fragmente werden anonymisiert gesammelt und später künstlerisch transformiert. Sie dienen nicht der Dokumentation eines Ereignisses, sondern werden Teil einer eigenständigen Arbeit im Kontext der »Urban Art Philosophy«. Auf diese Weise entsteht aus den einzelnen Begegnungen nach und nach ein künstlerisches Werk, das philosophische Fragestellungen in den öffentlichen Raum überführt.
Kuratiert und geführt werden die Abende von Sofia Disson, die sich im Rahmen ihrer Philosophischen Praxis mit sinnorientierter und werteorientierter Reflexion beschäftigt. Neben den klassischen Einzelgesprächen entwickelt sie öffentliche Gesprächsräume und Erfahrungsräume, in denen philosophische Reflexion als gemeinsame Praxis sichtbar wird. Begleitet wird die Reihe der »Neuen Narrative« außerdem von Falk Münchbach, der sich mit dem Werk seines Vaters auseinandersetzt.
Gastgeber und Kooperationspartner ist Alex Doss, der mit dem »Contra’N« einen Raum für kulturelle Begegnung abseits klassischer Kulturorte öffnet. Zu jedem Thema entwickelt er eine eigene Auswahl kleiner Delikatessen und Getränken, die den künstlerischen Prozess begleiten und den Erfahrungsraum um eine weitere, sinnliche Wahrnehmungsebene erweitern.
Am 10. Juli 2026 ab 19 Uhr wird die Reihe mit dem Thema »Form, Gestalt und Gedächtnis« in Mannheim fortgesetzt. Ausgangspunkt ist eine Bildreihe Georg Münchbachs zum #Lethefluss, dem Fluss des Vergessens aus der griechischen #Mythologie. Der Abend untersucht die Frage, welche Rolle Erinnerung und Vergessen für unser Selbstverständnis spielen.
Die Plätze sind stark limitiert. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Veranstaltungen finden bewusst in einer kleinen Gruppe von 8 bis 10 Teilnehmern statt, um einen konzentrierten und geschützten Denkraum und Erfahrungsraum zu ermöglichen.
Neue Narrative versteht sich nicht als Suche nach neuen Antworten, sondern als Experiment neuer Formen der Aufmerksamkeit.
🔗Die #Philosophische #Werkstatt ist ein offener Raum für gemeinsames Denken – lebendig, zugänglich und inspiriert vom Dialog. Hier wird Philosophie nicht als trockene Theorie verstanden, sondern als Gesprächspraxis und Kulturpraxis, die mitten im Leben steht. Mehr 🔗 …
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