#KWS #History: #Stadtgeschichte #Gütersloh#Gedenkstein für die jüdische #Gemeinde und die #Synagoge Gütersloh

#Gütersloh, 27. Juni 2026

Vor der #Mediothek des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums (#ESG) an der #Feldstraße erinnert ein Gedenkstein an die ehemalige jüdische Gemeinde Güterslohs und ihre Synagoge. Das #Mahnmal steht unweit des historischen Standorts des Gotteshauses, das sich an der damaligen #Goebenstraße befand, der heutigen #Daltropstraße.

Jüdisches Leben ist in Gütersloh seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar. Über Jahrhunderte hinweg waren jüdische Familien Teil der Stadtgesellschaft. Die Synagoge diente der Gemeinde als religiöses und kulturelles Zentrum, bis sie während der nationalsozialistischen #Novemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 durch #Brandstiftung zerstört wurde.

Von den 62 jüdischen Bürgern, die 1932 in Gütersloh lebten, wurden 27 später in #Konzentrationslagern #ermordet. Andere konnten fliehen oder emigrieren. Mit der Zerstörung der #Synagoge endete das jahrhundertelang bestehende jüdische Gemeindeleben in der Stadt.

Der Gedenkstein wurde 1984 errichtet und ist seitdem ein zentraler Ort des Erinnerns. Regelmäßig finden hier am 9. November #Gedenkveranstaltungen statt. Die Umbenennung der früheren Goebenstraße in Daltropstraße erinnert zusätzlich an die jüdische Familie Daltrop, die zu den besonders schwer betroffenen Familien der nationalsozialistischen Verfolgung gehörte.

Ergänzt wird der Erinnerungsort seit 2005 beziehungsweise 2006 durch eine im Boden eingelassene Gedenkplatte am ehemaligen Standort der Synagoge. Gemeinsam erinnern Mahnmal und Gedenkplatte an die jüdischen Bürger Güterslohs, an die Zerstörung ihrer Synagoge und an die Verbrechen der nationalsozialistischen #Gewaltherrschaft.

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