»Pro Nordbad« Gütersloh: Wo war das professionelle #Management in den vergangenen Jahrzehnten?

#Gütersloh, 23. September 2026

Die Initiative »Pro Nordbad« nimmt die jetzt bekanntgewordenen Ergebnisse des Gutachtens zum Sprungturm mit großer Sorge zur Kenntnis. Nach Angaben der #Stadtwerke #Gütersloh befindet sich ein erheblicher Schaden tief im #Fundament des 55 Jahre alten Bauwerks. Eine Sanierung sei zwar möglich, jedoch mit einem sechsstelligen Kostenaufwand verbunden und würde lediglich eine »verhältnismäßig kurze Lebensdauer« ermöglichen.

Was das konkret bedeutet, bleibt offen. Weder wurden die genauen Schäden beschrieben noch konkrete #Sanierungskosten oder Angaben zur verbleibenden #Nutzungsdauer genannt.

Für die Initiative »Pro Nordbad« wirft diese Entwicklung allerdings eine wesentlich grundsätzlichere Frage auf: Wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Seit Monaten wird der Öffentlichkeit vermittelt, dass die Zukunft des Nordbads nun umfassend untersucht, professionell geplant und auf Grundlage verschiedener #Sanierungsszenarien entschieden werden soll. Dabei entsteht der Eindruck, als beginne mit der aktuellen #Sanierungsplanung erstmals ein systematisches und vorausschauendes #Management dieser #Öffentlichen #Einrichtung.

Doch genau dieses Management hätte bereits in den vergangenen Jahrzehnten stattfinden müssen.

Ein Freibad ist kein Bauwerk, dessen Zustand sich plötzlich und völlig unerwartet verändert. #Becken, technische #Anlagen, #Rohrleitungen und auch ein #Sprungturm unterliegen Alterungsprozessen und Verschleißprozessen. Diese müssen regelmäßig untersucht, dokumentiert und bei der langfristigen Instandhaltungs und Investitionsplanung berücksichtigt werden.

Selbstverständlich können dabei auch bislang unerkannte Schäden festgestellt werden. Ob und in welchem Umfang dies beim #Sprungturm der Fall ist, lässt sich ohne Kenntnis des Gutachtens nicht beurteilen.

Umso wichtiger ist es, die bisherige Entwicklung nachvollziehbar aufzuarbeiten.

Welche Untersuchungen wurden in den vergangenen Jahrzehnten durchgeführt? Welche #Schäden waren bereits bekannt? Welche #Instandhaltungsmaßnahmen wurden vorgenommen, welche möglicherweise zurückgestellt oder unterlassen? Und gab es überhaupt eine langfristige #Strategie für den Erhalt des Nordbads?

Diese Fragen müssen beantwortet werden, bevor die #Öffentlichkeit erneut mit kostspieligen #Sanierungsvarianten und vermeintlich alternativlosen Entscheidungen konfrontiert wird.

15,1 Millionen Euro – und die Zukunft des Sprungturms ist weiterhin offen

Besonders bemerkenswert ist, dass die derzeit bevorzugte Sanierungsvariante für das Nordbad mit 15,1 Millionen Euro veranschlagt wird und ausdrücklich den Erhalt des Sprungturms beinhaltet.

Nun liegt ein Gutachten vor, das erhebliche Zweifel an der wirtschaftlichen #Sinnhaftigkeit einer #Sanierung aufkommen lässt.

Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, auf welcher Grundlage die bisherige Sanierungsplanung und ihre Kostenberechnung überhaupt erfolgt sind.

Wurden die #Schäden am Sprungturm bereits berücksichtigt? Welche Auswirkungen haben die neuen Erkenntnisse auf die Gesamtkalkulation? Und welche Kosten würden bei einem Neubau oder einer anderen langfristigen Lösung entstehen?

Die Initiative »Pro Nordbad« erwartet, dass das Gutachten vollständig offengelegt und die Öffentlichkeit über die tatsächlichen technischen und wirtschaftlichen Entscheidungsgrundlagen informiert wird.

Eine Entscheidung über die Zukunft des Sprungturms darf nicht auf Grundlage pauschaler Kostenangaben und unbestimmter Formulierungen wie »verhältnismäßig kurze Lebensdauer« getroffen werden.

Das #Nordbad braucht eine #Zukunft – nicht nur immer neue #Sanierungsszenarien

Für das Jahr 2027 ist vorgesehen, das Nordbad weiterhin zu öffnen – allerdings ohne Sprungturm und ohne Nichtschwimmerbecken. Die eigentliche Sanierung soll erst 2028 beginnen.

Damit steht nicht nur die Zukunft eines einzelnen Bauwerks zur Diskussion, sondern zunehmend die Funktionsfähigkeit des gesamten Freibads.

Die Initiative »Pro Nordbad« setzt sich für den langfristigen Erhalt des Nordbads als vollwertiges Freibad mit seinen unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten ein. Dazu gehört auch der Sprungturm als prägende Einrichtung und wesentlicher Bestandteil des bisherigen Badeangebots.

Es reicht nicht aus, einzelne #Schäden festzustellen und anschließend immer neue Sanierungsvarianten zu entwickeln. Erforderlich ist ein nachvollziehbares Gesamtkonzept, das den langfristigen Erhalt der Einrichtung gewährleistet und die Interessen ihrer Nutzerinnen und Nutzer angemessen berücksichtigt.

Professionelles Management beginnt nicht erst dann, wenn wesentliche Teile einer Öffentlichen Einrichtung bereits geschlossen werden mussten.

Es besteht vor allem darin, den Zustand einer Einrichtung kontinuierlich zu überwachen, notwendige Investitionen rechtzeitig zu planen und ihren langfristigen Erhalt sicherzustellen.

Die Initiative »Pro Nordbad« fordert deshalb nicht nur #Transparenz über das aktuelle Sprungturm Gutachten, sondern auch eine nachvollziehbare Aufarbeitung der bisherigen Instandhaltungsplanung und Investitionsplanung.

Denn bevor über die Zukunft des Nordbads entschieden wird, muss zunächst geklärt werden, wie es zu seinem heutigen Zustand kommen konnte.

Und wer die Verantwortung dafür trägt, dass die notwendigen Voraussetzungen für seinen langfristigen Erhalt geschaffen werden.

Das Nordbad braucht kein Management, das erst dann beginnt, wenn es möglicherweise schon zu spät ist. Es braucht ein Management, das dafür sorgt, dass es gar nicht erst so weit kommt.

#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT